Einrichtung
Mäuse sind richtige Kletterkünstler, ob auf Zweigen
oder dünnen Seilen, sie hangeln sich gekonnt entlang,
deswegen sollen sie im Gehege nicht fehlen. Auch wenn
sie meist alle zusammengekuschelt schlafen sollte pro
Maus mindestens ein Versteck vorhanden sein, dies
muss nicht unbedingt ein Haus sein. Möglichkeiten für
die Einrichtung eines Geheges:
- Pappröhren
- kleine unbedruckte Pappschachteln
- unbedruckte Eierkartons
- Papierkugeln (kleine Stücken ungebleichtes
Toilettenpapier kurz einweichen, mehrere
Schichten um einen Luftballon legen,
trocknen lassen, Ballon entfernen, fertig)
- Leitern aus Holz und Strickleitern
- Weidebrücken aufstellen oder aufhängen
- Kokosnussschaukeln
- Hängematten
- Kuschelsäcke
- Buddelkiste, gefüllt mit Chinchillasand
Mit etwas Fantasie lassen sich tolle “Spielplätze”
basteln. Auf Plastik sollten sie immer verzichten
und Holz- gegenstände wählen, die mit der Zeit
zwar den Geruch der Mäuse aufnehmen, und
irgendwann austauscht werden sollten. Plastik kann
angenagt werden und bis zum Tode führen. Mehr zu
den "Gefahrenquellen" könnt ihr weiter unten lesen.
Man sollte auch bedenken das sich Mäuse manchmal
versuchen durch kleinste Löcher durchzuquetschen,
weshalb jedes Loch mindestens 5 cm Durchmesser
haben sollte. Als Nestmaterial eignen sich:
- Heu
- Stroh
- ungebleichtes / unbedrucktes Papier
- Kapok
Hier ein paar Dinge der Einrichtung
die ich selber gebaut habe:
Hängebrücke
Wendeltreppe mit Aussichtsplattform
Mini-Spielplatz
Gefahrenquellen
Leider wird immernoch in einigen sogenannten
"Fachgeschäften" viel ungeeignetes oder sogar
sehr gefährliches Zubehör angeboten. Einiges ist
davon sogar vom Tierschutzgesetz verboten, darf
aber leider dennoch verkauft werden.
1.) Laufräder
sind bei ausreichend Platz nicht zwingend nötig,
möchtet ihr dennoch ein Laufrad anbieten,
inspiziert dieses auf mögliche Gefahrenquellen!
- Laufräder aus Gitter sind völlig ungeeignet, da
sich die Mäuse darin die Füße brechen können.
- Die Laufräder sollten an der Rückseite, sowie
an der Lauffläche komplett geschlossen sein.
- Die Front sollte offen sein, ein kleines
Loch zum aussteigen reicht nicht aus.
- Die Front sollte frei von Querstreben sein,
darin können sich die Mäuse beim aussteigen
einquetschen!
- Die meisten Laufräder aus Plastik sind
giftig wenn sie angenagt werden.
- Der Mindestdurchmesser sollte 20 cm betragen.
2.) "Joggingbälle"
Sehr gefährlich sind die sogenannten Jogginbälle.
Sehr viele kennen diese geschlossenen Bälle in
denen Tier eingesperrt und rumgerollt werden.
Zwar hat es sich schon weit rumgesprochen das
es sich dabei um absolute Tierquälerei handelt,
dennoch amüsiert sich so manch Tierhalter immer-
noch wenn ihre Maus panisch durch das Zimmer
läuft und überall aneckt. Folgende Gründe
sprechen absolut dagegen:
- Der Ball ist komplett geschlossen, die kleinen
Luftlöcher reichen nicht aus damit die
Luft ordentlich zirkulieren kann.
- Die Maus kann nicht selber entscheiden
wann sie genug hat und aussteigen möchte.
- Die Maus kann keine Gerüche wahrnehmen
und ist somit völlig orientierungslos.
- Die Maus rennt nicht aus Freude sondern
aus Panik!
- Stößt die Maus gegen Wände, Möbel oder
andere Gegenstände kann es zu schlimmen
Verletzungen führen.
3.) Hamsterwatte
ist ebenso absolut gefährlich!
- Sie ist unverdaulich und kann somit den
Magen verstopfen und zum Tod führen.
- Hamsterwatte ist viel zu fest, schon etliche
Tierchen haben sich daran Gliedmaßen
abgeschnürt.
4.) Plastik
ist praktisch gesehen ideal da dieses
besser zu reinigen ist, doch zum Wohle
der Maus sollte man darauf verzichten
und Holzgegenstände, die mit der Zeit den
Geruch der Mäuse aufnehmen, irgendwann
austauschen. Plastik kann angenagt werden
und bis zum Tode führen.
- In Plastikhäusern ist die Belüftung nicht
gegeben, viele dieser Häuser besitzen zudem
einen zusätzlichen Boden was noch mehr
zur fehlenden Luftzufuhr beiträgt.
Kann die Luft darin nicht zirkulieren, kann
es von Erkrankungen der Atemwege bishin
zum Tod führen.
- Zwar rennen Mäuse sehr gern durch Röhren,
da sie in der Natur ja viel durch selbstgebaute
Gänge laufen, jedoch sind die meisten Plastikröhren
durchsichtig und somit bieten sie keinen Schutz.
noch viel gefährlicher ist es aber, wenn es in den
Plastikröhren zu einem Luftstau kommt, die
Tiere können darin während des Schlafes sogar
ersticken.
- Die meisten Plastegegenstände sind giftig,
da Mäuse zu den Nagern gehören, werden sie
auch vor Plastik nicht halt machen. Es kann
zu Vergiftungen führen, oder spitze Plastikteile
verletzen die Maus nach dem verschlucken innerlich.