Die kleinen geselligen Tiere sind sehr interessant.
Sie sind hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv,
kommen aber auch oft tagsüber aus ihren Verstecken.
Sie sollten mindestens zu zweit gehalten werden,
artgerechter ist jedoh eine Gruppenhaltung ab 4 Tieren!
Weibchen sind nach einer richtigen Vergesellschaftung
sehr gut verträglich. Bei Böcken gibt es ab einem reiferen
Alter leider Probleme, was mit bösen Bissverletzungen
oder sogar mit dem Tod enden kann. Eine gute Lösung ist
aber auch Kastraten zu seinen Weibchen zu setzen.
Unterbringung
Die Mindestgröße eines Geheges für zwei bis vier Mäuse
sollte 80x50x80 cm (L/B/H) keinesfalls unterschreiten.
Größer und vor allem auch höher ist natürlich immer besser.
Selten findet man im Handel geeignete Käfige, deshalb
kann man mit etwas handwerklichem Geschick selbst eine
geeignete Unterkunft für die Kleinen bauen. Ein Aquarium
ist wegen der schlechten Luftzirkulation nicht zu empfehlen,
soll es dennoch unbedingt ein Aquarium sein ist darauf zu
achten, das die Seitenwände nicht höher sind als das
Becken tief ist, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen,
auf das Aquarium sollte man am besten einen Aufbau
zimmern, damit die Mäuse auch Höhe nutzen können.
Glasterrarien mit ausreichend Klettermöglichkeiten
und einer ausreichenden Belüftung, können ebenso gut
genutzt werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine
“Mäuseburg”. Da Mäuse Höhenangst haben springen sie
(meist) nirgends herunter wo sie den Boden nicht
ertasten können. Nimmt man einen Tisch dessen Beine
nicht am Rand stehen kann man daraus mit wenigen
Handgriffen eine Mäuseburg bauen. Einfach eine
Streuleiste am Rand befestigen Und in der Mitte
des Tisches eine kleinere Platte als Etage anbringen,
darauf kann man dasselbe tun…. Aber nicht alle Mäuse
kann man darin halten, es gibt immer wieder ein paar
wagemutige die hinunterspringen würden. Außerdem
dürfen bei einer solchen Haltung weder Hunde noch
Katzen im Hause leben.
Einstreu
Als Einstreu gibt es jede Menge Möglichkeiten. Es sollte
staubarm und möglichst weich sein. Sehr zu empfehlen
ist z.B.: Einstreu aus Leinenfasern, Hanffasern oder
Baumwolle, diese sind auch sehr geruchsarm. Müssen es
unbedingt Sägespäne sein, dann ausschließlich solche
aus dem Fachhandel. Sägespäne aus der Schreinerei
sind sehr staubig, können teilweise sogar zu Verletzungen
führen und man kann sich damit Parasiten einschleppen.
Außerdem ist diese Holz oft behandelt. Die Mäuse freuen
sich über Abwechslung, so kann man Teile der Gehege mit
Rinden- Einstreu oder sogenanntem "Überstreu" z.B.:
Waldboden einstreuen. Zusätzlich zu den Spänen sollte
man Stroh und Heu in das Gehege legen, dieses wird ebenso
wie ungebleichtes und unbedrucktes Papier zum Nestbau
genommen. Umso höher das Einstreu ist umso besser, denn
gerne nutzen die kleinen Nager die Möglickkeit zu graben
und Gänge zu bauen.
Der Geruch
Mäuse haben einen starken Eigenreruch, der jedoch bei
richtiger Haltung nur leicht zu riechen ist. Man sollte das
Gehege und die Einrichtung nur mit heißem Wasser reinigen.
Versuche den Geruch zu überdecken, würden nur das
Gegenteil hervorrufen. Mäuse markieren nicht ohne Grund,
bei einer Vergesellschaftung, einem "Umzug" oder einer
Neugestaltung des Geheges, ist es normal das sie etwas
mehr richen. Sonst ist es jedoch meist auf Fehler des
Halters zurück zu führen. Versuche den Geruch durch
übertrieben oftes reinigen des Geheges weg zu bekommen,
würden scheitern. Sie markieren ihr Revier, ist dies
geschehen und die Markierung wird weder "weggeputzt"
noch überdeck, werden sie das markieren einstellen.